Der 1. FC Phönix Lübeck wartet weiter auf den ersten Regionalliga-Sieg nach der Winterpause. Die Lübecker kamen beim Bremer SV nicht über ein 1:1 hinaus. Auf beiden Seiten gab es nur wenige Höhepunkte, sodass das Remis letztlich leistungsgerecht war.
Phönix-Coach Christiano Adigo nahm im Vergleich zur Auftaktpleite gegen die SV Drochtersen/Assel vor einer Woche nur eine Veränderung in der Startelf vor. Winterneuzugang Avid Krogmann, der gegen Drochtersen eingewechselt worden war und dabei sein Pflichtspieldebüt gegeben hatte, ersetzte Karim Hüneburg in der Anfangsformation. Stelios Kokovas rückte dafür neben Jannes Vollert in die Innenverteidigung, während Krogmann auf der linken Abwehrseite agierte.
Ihde hat den ersten Torschuss
Auf schwierigem Untergrund am Panzenberg übernahm Phönix von Beginn an die Kontrolle. Die Bremer, die mit einer Fünferkette verteidigten, agierten zunächst abwartend. Die Lübecker verzeichneten nach fünf Minuten auch die erste Chance der Partie. Nach einem Pass in den Lauf von Julius Kliti kam Anton Ihde von der Strafraumkante aus der Drehung zum Abschluss. BSV-Torwart Pascal Manitz lenkte den Schuss zur Ecke (5.).
Nach rund einer Viertelstunde wurden auch die Bremer offensiver und tauchten plötzlich gefährlich vor dem Tor auf. Nach einem Querschläger landete der Ball etwa 15 Meter vor dem Tor im Zentrum, wo ein Bremer Angreifer aus rund elf Metern zum Abschluss kam. Weil Jannes Vollert ihn jedoch entscheidend störte, geriet der Schuss zu ungenau und strich knapp am Tor vorbei (15.).
Krüger trifft nach starkem Solo zur Führung
In der Folge hatten die Gastgeber etwas mehr Spielanteile, doch Phönix stand defensiv stabil. Nach einer halben Stunde gingen die Lübecker schließlich durch eine starke Einzelaktion von Joshua Krüger in Führung. Krüger leitete die Situation nach einem hohen Ball von Torwart Tim Kips selbst ein, spielte über Anton Ihde auf Benjamin Luis weiter. Der Stürmer legte im Fallen auf den nachrückenden Krüger ab, der sich durch drei Gegenspieler tankte und wuchtig ins lange Eck zum 1:0 traf (30.). Kurz vor der Pause hatte Kokovas nach einer Ecke per Kopf die Chance auf das 2:0, traf jedoch nur den Pfosten.
Nach dem Seitenwechsel taten sich beide Mannschaften im Spiel nach vorne schwer. Es entwickelte sich eine Partie mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, während klare Torchancen Mangelware blieben. Die erste gute Möglichkeit im zweiten Durchgang hatten die Bremer nach knapp einer Stunde. Angreifer Gino Schmidt kam nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte im Strafraum an den Ball und befand sich in guter Abschlussposition. Aus kurzer Distanz traf er die Kugel jedoch nicht richtig und vergab deutlich.
Eigentor von Vollert zum Ausgleich
Sechs Minuten später fiel dann doch der Ausgleich. Zunächst waren die Lübecker im Bremer Strafraum gefährlich geworden, brachten den Ball jedoch nicht im Tor unter. Keeper Manitz fing die Hereingabe sicher ab und leitete sofort einen schnellen Gegenangriff über die linke Seite ein. Der flinke Ken Tchouangue setzte sich im Strafraum gegen drei Phönix-Verteidiger durch und spielte den Ball scharf ins Zentrum, wo Vollert unglücklich mit dem Schienbein ins eigene Tor abfälschte (66.). „Das Tor war glücklich für die Bremer. Wir haben die Führung aus der Hand gegeben“, sagte Adigo.
Auch danach blieb es in beiden Strafräumen weitgehend ruhig. Beiden Teams fehlten die Ideen, um noch einmal gefährlich vor das Tor zu kommen. In der Schlussphase musste Kips dann doch noch eingreifen und parierte gegen den eingewechselten Amoro Diedhiou – es war seine erste Parade der Partie. In den letzten Minuten drängten sogar noch die Bremer auf den Siegtreffer, doch die Lübecker Abwehr hielt stand. Adigo resümierte: „Der Platz hat keinen Fußball zugelassen, dafür hat es meine Mannschaft aber recht gut gemacht.“
Statistik zum Spiel
Bremer SV: Manitz – Ken Tchouangue (89. Grgic) , Faltyn, Gröger, Schütt, Warm - Ghassan (76. Schlake), Kasper (90. Bretgeld), Tunc (87. Hosokawa) - Schmidt, Werner (79. Diedhiou).
Phönix Lübeck: Kips – Krüger, Vollert, Kokovas, Krogmann - Maiolo, Dammeier (88. Mensah) - Ihde (73. Grobauer), Rahimic (41. Inaka), Kliti (84. J. Markvoort) - Luis (P. Markvoort).
SR.: Maximilian Nie-Hoegen (Lingen) – Tore: 0:1 Krüger (30.), 1:1 Vollert (66., Eigentor) – Gelb: Kasper, Ghassan / Rahimic (1. Gelbe), Luis (2.). Krüger (3.), Krogmann, Inaka (3.).
